Wienerlied : „Franzl, ich hab‘ einen Auftrag / für dich!“ (Wienerlied)
Worte : Erich Meder und Ludwig Schmidseder
Oberhalb des Titels (g e d r u c k t) :
Franz Blachian in alter Freundschaft gewidmet /
Berling, Januar 1943 – L. Schmidseder
Dacapo-Verlag, Peter Schaeffers, Wien.
Gedruckter Doppelbogen : 30 × 24 cm, aufgefaltet : 30 × 48 cm.
Mit Autograph (Tinte) von Ludwig Schmidseder & Franzl (Blachian)
Handschriftlich auf dem Titelblatt :
(a) „Ludwig Stiegler / du altes zünftiges Haus. / Prosit 1943 / Schmidseder“
(b) „In ganz alter Freundschaft / Herzlich / Dein Franzl / 31.12.42
Erhaltung : Mehr oder weniger deutlichen Handhabungsspuren
Fingerknicke, kleine Randrisse) sowie etwas altfleckig. Mittig horizontale Faltspur.
Vita : „Ludwig Schmidseder (* 24. August 1904 in Passau; † 21. Juni 1971 in München) war ein deutscher Komponist, Pianist, Filmschauspieler und Fernsehkoch …
Schmidseder brach in seiner Jugend eine vom Vater gewollte Lehre als Bankkaufmann ab. Heimlich nahm er Klavierunterricht. An der Staatlichen Akademie der Tonkunst in München vertiefte er seine Musikkenntnisse und ging 1926 nach Südamerika. Es zog ihn nach Rio de Janeiro. Dort spülte er anfangs Geschirr und trat später als Alleinunterhalter auf. Mit zwei Partnern gründete er ein Künstlertrio, das auf Ozeanriesen in der Welt umherreiste. Schmidseder komponierte für das Team eigene Unterhaltungsmusik und entwickelte sich zum Original und virtuosen Klavierspieler. Ab 1930 arbeitete er in Berlin, komponierte Filmmusik, schuf Operetten bzw. Musicals und komponierte mehr als 500 Lieder, die teilweise beliebte Hits wurden. Vom Barpianisten (bis 1936) avancierte Schmidseder zum Hauskomponisten am alten Berliner Metropol-Theater, die Libretti aller drei hier zur Uraufführung gelangten Stücke („Melodie der Nacht“ – 1938; „Die oder Keine!“ – 1939; „Frauen im Metropol“ – 1940) schrieb Günther Schwenn. Schmidseders Operette „Die oder Keine!“ erlebte über 600 Aufführungen. Die zeitgenössische „deutsche“ Bezeichnung und Etikettierung seiner Bühnenwerke als „Operette“ muss in diesem Zusammenhang als typischer NS-Jargon aufgefasst werden. Aufgrund der Instrumentierung und auch der rasanten Schallplatteneinspielungen, etwa des schnellen Foxtrotts – aus dem Jahre 1940 – „Wir tanzen durch’s Leben!“ (Tanz-Orchester Erhard Bauschke auf Grammophon und TO Kurt Widmann auf Imperial), die in typischer Swing-Orchesterbesetzung erfolgten, sind sie eigentlich, nach heutigen Maßstäben, als Musical zu begreifen und zu verstehen. Nicht zuletzt durch die nationalsozialistische Diffamierung eines Großteils der deutschen Unterhaltungsmusik als „entartete Musik“ und Aufführungsverbote für einige der bekanntesten Operettenkomponisten stieg der nichtjüdische Schmidseder erstaunlicherweise trotz seiner nicht zu überhörenden „entarteten Tendenzen“ – die in seiner Musik begründet sind – zu einem der gefragtesten deutschen Unterhaltungskomponisten auf. Am 1. Mai 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.879.072). Schmidseder lebte von 1943 bis 1948 in Gmunden am Traunsee und veranstaltete dort einige Konzerte. Schmidseder wurde 1948 auch österreichischer Staatsbürger. – Nach dem Zweiten Weltkrieg komponierte Schmidseder weiter Musik, unter anderem Filmmusiken, und trat nun auch in Spielfilmen auf. Ende der 1950er-Jahre wurde er vom Hobbykoch zum Fernsehkoch des Bayerischen Rundfunks (BR) – er war damit einer der ersten im deutschen Fernsehen – und verfasste später auch Kochbücher.
Sein Schwiegervater war der österreichische Schauspieler und Komiker Rudolf Carl. Schmidseder wurde auf dem Passauer Hochfriedhof bestattet, die Grabstätte jedoch 2012 aufgelassen. In Passau ist die Ludwig-Schmidseder-Straße nach ihm benannt. An seinem Geburtshaus in der Wittgasse 10 in Passau ist eine Gedenktafel angebracht.“ (Wikipedia)
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