Franz von Pocci : Blaubart. Ein Märchen, erzählt und gezeichnet von Franz von Pocci. - München, Kaiser, 1846

Franz von Pocci :

Blaubart.
Ein Märchen, erzählt u. gezeichnet von Franz Pocci.

2. Auflage (die 1. Auflage von 1845 weist eine Umschlagzeichnung in Golddruck auf).

München, Buchhandlung von Christian Kaiser, [1846].

Klein-Oktav : 18,5 × 11,5 cm
Kollation : 1 [Bl., Titel], 16 Seiten. – Komplett.

Orig.-Broschur. Minimale Handhabungsspuren sowie teils geringe Papierbräunug.
Insgesamt in guter Erhaltung, zumal in Anbetracht der Empfindlichkeit des kleinen Heftchens.

Zum Inhalt : “Das Märchen erzählt von einem Ritter mit blauem Bart, der seine Ehefrauen ermordet. Das Muster des Verbrechens bleibt gleich: Wieder einmal neu verheiratet, bricht der Ritter nach kurzer Zeit zu einer Reise auf und gibt seiner Frau die Schlüssel zu allen Gemächern der Burg. Alle Räume darf sie aufschließen, nur eine Kammer, für die sie gleichfalls den Schlüssel erhält, ist ihr bei Todesstrafe zu öffnen verboten. Die Neugier treibt die junge Frau so lange um, bis sie das Gebot bricht: Im blutgetränkten Raum hängen die Leichen der sechs Ehefrauen, die der Ritter eigenhändig erstochen hat. Als der Ritter überraschend zurückkehrt, den Schlüssel einfordert und Blut auf ihm bemerkt, droht der siebten Ehefrau das gleiche Los. In höchster Not ruft sie ihre Brüder zu Hilfe, die Ritter Blaubart im Kampf töten, die Schwester retten und die Burg zerstören. Pocci erzählt das populäre und in zahlreichen Varianten überlieferte Märchen in der Fassung, in der es die “Kinder- und Hausmärchen” der Brüder Grimm bieten, setzt es jedoch in Verse um und illustriert es reichhaltig.” (Jutta Assel/Georg Jäger: »Blaubart«. Ein Märchen, erzählt und gezeichnet von Franz von Pocci (Mchn., Sept. 2016)

Franz von Poccis “Blaubart” ist eine “freie Bearbeitung in Versform nach Grimm und Perraults ‘La barbe bleue’” (Wegehaupt I, 1700). – Pocci (Enkel) 200.

45 EUR