Baron Belial (d.i. Fr. Bruckbräu): Enthüllte Geheimnisse aus dem Reiche der Finsterniß, 1861

Baron Belial :

Enthüllte Geheimnisse aus dem Reiche der Finsterniß,
oder neueste Denkwürdigkeiten aus dem Leben des Kaisers Napoleon III.
und Vorhersagungen über dessen Ende.

München : Giel’sche Buchhandlung, 1861

Klein-Oktav : 14 × 10 cm
Kollation : [1] Bl., 98 Seiten
Komplett : Seite für Seite auf Vollständigkeit und Erhaltung geprüft.

Schmales, festes Halbleinenbändchen d. Zeit.
Alte Bibliothekszettelchen auf dem Rücken.
Innen alte Stempel des Kapuzinerklosters St. Sebastian in Augsburg.
Zu Anfang u. am Ende deutlicher stockfleckig, nach innen hin etwas abnehmend.
Ingesamt in guter Erhaltung.

Rarum : Die hier vorliegende Schrift findet in dem umfängl. Wikipedia-Artikel über F.B. (s.u.) keine Erwähnung, auch im Kosch ist jene nicht erwähnt.

Biogramm : „Friedrich Bruckbräu Pseudonym: Baron Belial (* 14. April 1792 in München; † 23. Dezember 1874 ebenda) war ein Münchner Zollbeamter, Verleger, Schriftleiter und Übersetzer. Friedrich Wilhelm Bruckbräu studierte bis 1810 in Landshut und wurde anschließend, wie sein Vater, Zollbeamter.
1817 gehörte er zu den Gründern des Eos, für den er von 1824 bis 1828 als Redakteur verantwortlich zeichnete, 1829 gründete er den Bayerischen Beobachter, für den er bis 1833 als Schriftleiter firmierte…
Mit der französischen Julirevolution von 1830 wurde die Politik von Ludwig I. (Bayern) reaktionär, was Eduard von Schenk umzusetzen verstand. 1833 wurde Bruckbräu zum Oberzollverwalter nach Burghausen weggelobt und verwaltete das dortige Hauptzollamt.
1843 kehrte er als Pensionist nach München zurück. Er war auch Herausgeber der Sammlung Das belletristische Europa München 1844 ff. Jesus und die Jungfrau Erzählungen, Novellen und Sardellen, Allgemeines Hilfsbüchlein in Schreib- und Rechnungsgeschäften, Der bayerische Hiesel, Burg Schwaneck und Meister Schwanthaler, Geschichte der Mariensäule, Ehrenspiegel des gloreichen Hauses Wittelsbach. 1855 war er Herausgeber des Taschenbuches für Reisende …
»Dieser Bruckbräu war einer von denen, die stets vom Skandale lebten.« so Ludwig Schrott, Biedermeier in München. Zudem produzierte Bruckbräu jedoch »über reine Brotarbeit nicht hinausreichende« (Killy) eigene Werke, darunter ein Gebetbuch (Der Geist des heiligen Paulus, 1825), Dramen, Erzählungen und (vor allem schlüpfrige) Romane, wie Rosa’s Gardinenseufzer, nachgehaucht (2 Bde., 1832) …“ (Wikip.)

Abweichende Titelaufnahme : Enthüllte Geheimnisse aus dem Reich der Finsternis.

145 EUR