David Popp (Domkapitular in Eichtstätt) : Seyfried Schweppermann, und das Geschlecht der Schweppermanne. – Denkschrift zur fünften Saekularfeyer des 28. Septembers 1322
Sulzbach, J. E. v. Seidel, 1822.
Klein-Okatv : 18,5 × 11 cm
112 S., 1 Bl. (auf blau getöntem “Romantikerpapier”), mit 4 lithographischen Tafeln, davon 1 ausfaltbar.
Sehr hübsches, im Stil der Zeit neu gefertigtes, marmoriertes Halblederbändchen mit Rückengoldprägung (unbeschnitten, teils etw. altfleckig).
Bibliographische Referenz : Suttner, Bibliotheca Eystettensis Dioecesana 2073 (mit 2 Literaturhinweisen).
“Seyfried Schweppermann stammte aus der ministerialien Familie der Hullocher, die in Hulloch (heute Hillohe bei Lauterhofen, Geburtsort des Seyfried Schweppermann) ihren Stammsitz hatten. Die Familie lässt sich seit dem Ende des 12. Jahrhunderts nachweisen, starb im 15. Jahrhundert aus und nannte sich üblicherweise nach ihrem Stammsitz „von Hulloch“ oder „Hullocher“. Einige Vertreter dieser Familie hatten als Beinamen den Namen „Schweppermann“ (in verschiedenen Schreibweisen, z. B. „Swepfermann“). Insbesondere die Nachkommen des Seyfried Schweppermann führten diesen Beinamen weiter. Die Herkunft dieses Beinamens ist nicht klar … Seyfried Schweppermann nahm an mehreren Schlachten an der Seite des Kaisers Ludwig des Bayern teil, so 1313 an der Schlacht von Gammelsdorf gegen Friedrich III. den Schönen und erhielt dafür das Pfand an der Burg Grünsberg … Am 28. September 1322 siegte der Kaiser in der Schlacht bei Mühldorf, schlachtentscheidend war das rechtzeitige Eintreffen des Burggrafen Friedrich von Nürnberg. Schweppermann zeichnete sich hier durch besondere Tapferkeit aus. Gemäß einer Anekdote hatten der Kaiser und sein Gefolge danach nur einen Korb mit Eiern zur Speise, und er entschied: Jedem Mann ein Ei, und dem braven Schweppermann zwei. Dieser Spruch wurde in das Wappen und in die Grabschrift Schweppermanns zu Kastl (in der Kirche der Klosterburg Kastl) in der Oberpfalz aufgenommen …Der Kaiser belehnte Schweppermann wegen dessen Tapferkeit mit mehreren Burgen: Kunstein in Schwaben und Deinschwang bei Lauterhofen. Dass die Schweppermannsburg in Pfaffenhofen bei Kastl bereits ein Lehen an Seyfried Schweppermann gewesen sei, ist eine unbelegte Vermutung; sie trägt ihren Namen nach seinen Söhnen Hartung der Schweppermann und Heinrich der Schweppermann und deren Nachkommen, die Teile der Burg als Lehen hatten.” (Wikip. 4.3.09)
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