[Felix Anton Blau] : Kritische Geschichte der kirchlichen Unfehlbarkeit

[F. A. Blau] : Kritische Geschichte der kirchlichen Unfehlbarkeit zur Beförderung einer freien Prüfung des Katholizismus.

Frankfurt am Main, bei Philipp Wilhelm Eichenberg, 1791.

Oktav : 17,5 × 11,5 cm
Kollation : XVIII, 598 Seiten
Komplett : Seite für Seite auf Vollzähligkeit und Erhaltung geprüft.
Anonym erschienen : Holzmann/Bohatta, Deutsches Anonymen-Lexikon, Bd. 2, Nr. 6931

Fester Halblederband der Zeit mit Rückenschildchen. – Einband rundum etwas berieben, Ecken bestoßen. Innen durchgängig mäßig leicht stockfleckig u. teils etw. wasserrandig. Titelblatt tls. gering faltig. Eine Seite im Vorwort etw. stärker fleckig (s. Abb.)

Über den Verfasser : „Blau wurde … 1779 zum Priester geweiht .. 1782 wurde er Professor für Philosophie in Mainz. Im Jahre 1784 promovierte er hier im Fach Theologie und wurde Professor für Dogmatik mit Lehrstuhl an der bischöflichen Universität Mainz und Kanonikus … Trotz seines hier vorwiegend reaktionären Arbeitsumfeldes engagierte er sich ganz im Geiste des kantianischen Zeitalters der Aufklärung gegen Orthodoxie und für eine stärkere Politisierung oder Demokratisierung … Hierdurch war er ein früher Vertreter der Ideen der französischen Revolution.
Felix Blau gehörte dem Mainzer Kreis des Illuminatenordens an und lernte auf Empfehlung im Sommer 1791 Friedrich Münter in Mainz kennen, mit dem er Freundschaft schloss und einen ausgedehnten Briefwechsel führte, der nur durch die französische Besatzung von Mainz unterbrochen wurde. Am 7. November 1792 trat Blau auch dem Jakobinerklub (Mainzer Clubbisten) bei.
Bei der Einnahme von Mainz durch die Franzosen am 21. Oktober 1792 erhielt er durch die Empfehlung seines alten Freundes Anton Joseph Dorsch … eine Stelle bei der Administration .. , welche in Mainz provisorisch für das Erzstift und die Bistümer Worms und Speyer errichtet worden war. 1793 nahm er wie Georg Forster … im März als Deputierter des rheinischen Nationalkonventes teil. Anfangs noch gemäßigt, wurde er dennoch … durch deutsche Truppen gefangen und für zweiundzwanzig Monate in preußische Festungshaft … genommen … Durch Gefangenenaustausch, der von Mainzer Behörden betrieben wurde, erlangte er im Jahre 1795 beim Frieden von Basel wieder die Freiheit und emigrierte nach Paris … Hier … gab [er] bis Sommer 1797 gemeinsam mit … Dorsch die deutsche Zeitschrift Der Pariser Zuschauer heraus … In seinem Heimatort Walldürn wurde viele Jahrzehnte später eine Straße nach ihm benannt…“ (Wikip. 28.7.10)